Mit Tape abgedichtete OberkanteMit Tape abgedichtete Oberkante

Dies ist die Fortsetzung meines Artikels Evolution der Hochbeete in diesem Blog. Letztendlich habe ich es jetzt doch anders konstruiert als ich es prognostiziert hatte. Und zwar folgendermaßen:

1) Schutz vor UV und Nässe: Basierend auf Erkenntnissen aus Hochbeet Typ 2 habe ich alle hölzernen Bestandteile zuerst grundiert und dann lasiert. Dies bietet nicht nur Schutz vor Feuchtigkeit, sondern auch vor schädlicher UV-Strahlung. Anstrich von innen und außen. Allerdings hatte ich das Beet zum Anstreichen vormontiert, was dazu führte, dass die Holzkomponenten verklebten und ich das Beet im Stück ins Freie tragen musste; für einen Typ 4 muss es also in dem Punkt noch eine Verbesserung geben.

Hochbeet innen und außen lasiert
Typ 3: Hochbeet innen und außen lasiert

2) Schutz vor Feuchte an der Standfläche: Besonders feuchte-exponiert ist das Holz-Hochbeet, wo es mit den hölzernen Bestandteilen auf dem Boden steht. Hier hat es sich gezeigt, dass das vollkommen unbehandelte Hochbeet 1, das ich im vergangenen Jahr (2025) aufgestellt hatte, hier schon deutlich Zersetzungsprozesse erkennen lässt.

Potentielle Faulstelle an der Basis des Hochbeetes
Potentielle Faulstelle an der Basis des Hochbeetes
Basis des Hochbeetes mit Dichtungsband vor Feuchtigkeit geschützt
Basis des Hochbeetes mit Dichtungsband vor Feuchtigkeit geschützt

Das Hochbeet steht hier „auf dem Kopf“. Was oben ist, wird nach dem Aufstellen unten sein. Auf das Dichtungsband wird zum Wühlmausschutz nun noch ein feines Gitter getackert.

3) Frostschutz: Als Frostschutz habe ich nun doch Noppenfolie eingesetzt. Beim ersten Hochbeet war es sehr mühsam mit der Rosenschere auf die erforderliche Länge zu schneiden. Diesmal habe ich die Folie im aufgerollten Zustand mit einer Stichsäge (zu Hause, nicht im Garten wegen des entstehenden Mikroplastiks) auf die erforderliche Breite zurecht geschnitten. Das kann ich nur empfehlen.

4) Schneckenschutz, Part 1: So eine Noppenfolie schafft Hohlräume zwischen Erde und Hochbeetverschalung. Das muss so sein, um vor Kälte zu isolieren. Aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass dieser Hohlraum von Schnecken als Zugangspfad genutzt werden kann. Aus diesem Grund habe ich von der Oberkante über die Noppenfolie eine weitere Folie verbaut, die diesen Weg abschneidet. Der überlappende Teil wurde mit Klebeband abgedichtet.

Hochbeet mit weiterer Folie
Hochbeet mit weiterer Folie
Mit Tape abgedichtete Oberkante
Mit Tape abgedichtete Oberkante

Damit sich kleine Jung-Schnecken nicht an den Nähten zwischen den Tackernägeln ins Beet mogeln, schließt ein Tape (hier grün) nochmal alles ab.

5) Schneckenschutz, Part 2: Fort Knox gegen Schnecken bekommt an der Oberkante des ersten Hochbeetelements noch ein Kuferband (über dem ersten Element, weil sich Schnecken auch zwischen den Ritzen der Elemente verstecken können). Kupfer, so heißt es in vielen Erfahrungsberichten auf Youtube, wehrt Schnecken ab, wirkt aber nicht absolut.

Was das alles kostet, darüber darf man gar nicht nachdenken. Die Hochbeet-Elemente habe ich zum halben Preis erworben, als der Bau-Aktiv-Markt geschlossen wurde. Das grüne Tape hatte ich noch übrig, das Abdichtband war sau teuer (19 € für 10 m), die Noppenfolie hatte ich schon vor Monaten gekauft, Grundierung und Lasur gab es im Restpostenmarkt „Tedox“ zum erträglichen Kurs, aber auch nicht geschenkt, die Zusatzfolie gab es in der Gartenabteilung von „Bauhaus“: 90 cm breit, 10 m lang für 13 €.

Aber man muss schon etwas investieren, damit ein Hochbeet nicht nach 3 Jahren erneuert werden muss. Und Schneckenschutz ist essentiell; kein Kleingärtner möchte seine liebevoll aufgepäppelten Kulturen kampflos an Schnecken verlieren.

Nächste Baustelle: Bewässerung.

Von Martin

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