Ein Jahrtausende altes Bewässerungssystem aus Tontöpfen: Olla (gesprochen: oya). Elektrisch gesteuerte Bewässerungssysteme kann man sich sparen. Im Beitragsbild sind meine Schlangengurken im Gewächshaus zu sehen. Die haben sich vom anfänglichen Trockenstress durch unregelmäßiges Giesen nie wieder erholt; späteres regelmäßigeres Giesen brachte nichts. Die Pflanzen sind verloren.
Ich hatte schon vor einem Jahr ein automatisches Bewässerungssystem gekauft, aber mir fehlt die Muße, mich damit zu beschäftigen; außerdem befürchte ich, dass die notwendigerweise zu verlegenden Schläuche von Schnecken als Brücken zu den Pflanzen genutzt werden (die Hochbeete im Gewächshaus sind durch technische Maßnahmen vor Schnecken geschützt).
Die Tontopfbewässerung bietet mir ein sehr effizientes und seit Jahrtausenden bewährtes Bewässerungssystem, vor allem aus wasserarmen Regionen, für fast const nix. Wie man die baut, darüber gibt es z.B. auf Youtube massenhaft Videos.
Ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren. Aktuell habe ich gerade ein auf Perlschläuchen basierendes Bewässerungssystem bestellt, das in ähnlicher Weise funktioniert, aber das Wasser nicht nur punktuell verteilt und zudem frostresistent ist – Ollas muss man über den Winter ausgraben. In sofern werde ich notgedrungen mit beiden Systemen meine Erfahrungen sammeln.

Hier ist mein erster Umsetzungversuch zu sehen. Drei kleine abgedeckte Blumentöpfe mit einem Fassungsvermögen an Wasser von ca. einem halben Liter. Das dürfte ausreichend sein. Ich bin gespannt, wie lange das bei diesem heißen Wetter ausreicht. Für den vorletzten Kasten muss ich noch einen Topf nachrüsten. Kosten: rund 3 € pro Topf. Die Löcher in den Töpfen habe ich mit einem lebensmittlechten Kunststoffstück (von einer Lebensmittelschale) und Kerzenwachs (Stearin) verschlossen. Das funktioniert und sollte gesundheitlich unbedenklich sein.
